Berufsbezeichnungen

Diplom-Psychologe Hans-Joachim Steiner Mediator (univ.)

Privatpraxis für Psychologische Beratung - Mediation - Konfliktmanagement - Counselling

Der Psycho-Beraterdschungel vor Allem in Eheberatung, Paartherapie, Mediation

Was macht den Unterschied aus und welche Beratung ist für Sie auch sinnvoll? Das erkennt man auch an der Berufsbezeichung

 

Psychologische Berater, Paartherapeut, Paarcoach ect.

ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Jede/r darf sich "Psychologischer Berater" nennen, egal, welche Ausbildung und Qualifikation er oder sie hat.

Schon mit einem 3-tägigen "Zertifikatskurs" können auch Sie "zertifizierter Paarberater" werden.

Kostet auch nur 499 EUR. Kompetenz? Keine.

Sie können sich auch Ihr Zertifikat selbst ausstellen.

"Psychologische Berater/innen" erwecken durch ihre "Berufsangabe" den (irreführenden) Eindruck einer besonderen psychologischen Schulung! Es bedarf aber nicht einmal der Kenntnis des Horoskops im Heimatblättchen. Gleiches gilt für "Paarcoaches" und andere fantasievolle Bezeichnungen, die fast immer mit ebenso wertlosen anderen "Berufsbezeichnungen".

Ergänzt mit einer für Außenstehende beeindruckenden, aber Fachleuten als Luftnummer erkennbaren "Liste der Fortbildungen" bei wohlklingenden, aber unbekannten oder bekannterweise kritisierten "Instituten" und mit fragwürdigen Ausbildungsinhalten wird aus so mancher früheren Kosmetik- oder Nagelstudiobetreiberin flugs eine Fast-Ärztin oder aus einem erfolglosen Manager ein "jahrzehntelang erfolgreicher Coach" (wäre der erfolgreich, würde er dann gewechselt haben?)

Heilpraktiker für Psychotherapie

Die Praxisbezeichnung "Heilpraktiker für Psychotherapie" ist rechtlich nach einer (niedrigschwelligen) Prüfung beim Gesundheitsamt zulässig, aber für Außenstehende verwirrend, da man ableitet, es würde qualifiziert "psychotherapiert", zumal diese Berater/innen sich auch oft als "Therapeuten" (verboten) bezeichnen und "Therapie" anbieten (erlaubt.) Viele Heilpraktiker für Psychotherapie (oft dann Zusatz HPG, das heisst nichts Anders als Heilpraktikergesetz) spielen mit den Begriffen Therapie/Therapeut und betiteln sich nicht selten sogar vorsätzlich mit ausdrücklich unzulässigen Berufsbezeichnungen (Psychotherapeut, siehe weiter unten).

Oft wird mit dieser zulässigen, aber verwirrenden "Berufsbezeichnung" der Eindruck einer Spezialisierung und psychologischen Fachkenntnis vermittelt. Tatsächlich ist aber der "kleine Heilpraktiker" (da nur auf den Bereich Psychologie beschränkt) kein akademisch wissenschaftlich ausgebildeter Psychologe.

Heilpraktiker kann jeder autodidakt oder nach ein paar Abendkursen und einer "Prüfung" beim Gesundheitsamt werden. Es ist keine besondere Qualifikation, nichtmal Abitur, vorausgesetzt! Schon ein Hauptschulabschluss genügt.

 

Diplom-Psycholog/in bzw. Psycholog/in M.Sc. (Master)

Der Diplom-Pyschologe bzw. die Diplom-Psychologin hat ein mindestens 8-10-semestriges akademisches Universitätsstudium mit Praktika und damit ein fundiertes Grundwissen über psychologische Wirkmechanismen. Diplom-Psychologen sind automatisch ebenfalls Heilpraktiker für Psychotherapie, verfügen aber über eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung!.

Psychologisch fundiertes Fachwissen braucht man in der Wirtschaft und auch in Privatpraxen.

Je nach persönlicher Interessenlage und Methodik kann der eine Psychologe für Sie nicht der "richtige" Berater oder Therapeut sein, ein Anderer schon, das kommt auf das Fachgebiet und Ihre Fragestellung an.

Ein Psychoanalytiker und Tiefenpsychologe wird eher in der Vergangenheit und in psychischen Dysfunktionalitäten suchen. Normalerweise sind klinisch ausgebildete Psychoanalytiker und Tiefenpsychologen approbiert und arbeiten in Kliniken oder kassenzugelassenen Praxen , die i.d.R. überlaufen sind, lange Wartezeiten haben und Paarprobleme ohnehin nicht auf Kassenrezept bearbeiten dürfen, da Beziehungskrisen ja zunächst direkt keinen Krankheitswert haben.

ACHTUNG! Beide Therapieformen sind NICHTS FÜR AMATEURE!

Methodisch und fachlich falsche Anwendung kann dramatische psychische Störungen verstärken, vertiefen oder gar auslösen! Hierzu gibt es sehr warnende Beispiele in der Literatur! Wenn Sie - auch ein leichtes - ein klinisches Problem haben (z.B. Depressionen) , gehen Sie bitte ausschließlich (!!) zu einem qualifizierten Psychologischen Psychotherapeuten (siehe nächster Abschnitt) und in keinem Fall zu minder ausgebildeten Personen (v.A.Heilpraktiker Psychotherapie), wenn dieser "Tiefenpsychologie und Psychoanalyse" anbietet, dafür aber mangels klinischer Therapeutenausbildung nicht qualifiziert ist!

Die 3.anerkannte Therapieform ist die Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie wird auch im klinischen Bereich eingesetzt, hat aber auch erhebliche Wirksamkeit in anderen Wirkungsfeldern der Psychologie - eben z.B. Paarberatung und Lebensgestaltungsfragen.

Als kognitiv arbeitender Verhaltenstherapeut biete ich Ihnen nur im nichtklinischen Bereich konstruktive und perspektivische Methoden mit denen Sie zielstrebig durch eigene Anstrengungen und Lernerfolge Verhaltensveränderungen erreichen sollen und auch können. Mein Vorgehen ist ein proaktiv angelegter Mix aus Therapie, Training und Coaching. Ich war/bin seit über 40 Jahren in der Wirtschaft tätig und bin daher realitätsbezogen, pragmatisch und lösungsorientiert.

Verhaltenstherapie bzw. Verhaltenstraining verlangt vom Klienten ein hohes Maß an Mitwirkungsbereitschaft, bietet aber aufgrund klarer Zielsetzungen auch konkrete Ergebniserlebnisse und objektiv feststellbare Fortschritte! Abgesehen von einigen genetischen Determinanten sind wir weitgehend Produkt unseres Lernens. Was wir gelernt haben, können wir aber auch "Umlernen". Kognition und Emotion sind verwoben und der Gedanke der kognitiven Verhaltenstherapie und ihrer moderner Methoden wie ACT (Acceptance & Commitment) ist, durch kognitive Einstellungsmodifikationen Einsicht und damit Verhaltensänderung, und in der Folge durch die dadurch ausgelösten emotionalen (Erfolgs)-Erlebnisse dauerhaft positiv selbstwirksam zu werden. Dies vor Allem dauerhaft, da man lernt, mit seinen periodisch wiederkehrenden Problemen umzugehen und somit dann auch langfristig selbstregulierend sein dysfunktionales Verhalen erkennen und dann Verhaltenstraining durchführen kann! Es ist also Lernhilfe zur Selbsthilfe.

Mit verhaltenstherapeutischen Methoden kann man nicht nur akute Probleme lösen, sondern auch perspektivisch, also für zukünftige Fälle sich vorbereiten und sein Leben dementsprechend neu gestalten lernen.

Sei es als junge Familie (Info ELTERN & FAMILIE WERDEN, PAAR BLEIBEN hier) oder im mittleren Alter hinsichtlich der weiteren Lebensgestaltung.(Info QUALITY LIFE BALANCE 45+ hier)

Psychologischer Psychotherapeut (meist approbiert mit Kassenzulassung)

Um Psychologischer Psychotherapeut werden zu können, was Voraussetzung zur Kassenzulassung ist, muss man nach dem Grundstudium zum Diplom-Psychologen ZUSÄTZLICH eine mindestens 3-jährige klinische Zusatzausbildung, vergleichbar der eines Facharztes machen. Zum psychologischen Grundwissen kommen also Vertiefungen und medizinische Kenntnisse hinzu.

Psychologische Psychotherapeuten sind meistens durch die extrem hohe Nachfrage nach klinisch arbeitenden Therapeuten über die Kassen (weil es dann eben die Krankenkasse zahlt) überlastet und haben daher sehr lange Wartezeiten bzw. auch lange Pausen zwischen den Sitzungen.

Beim Psychologischen Psychotherapeuten werden NUR medizinisch/klinisch durch die Krankenkasse anerkannte und gutachterlich überprüftem, schriftlich bestätigte Therapien bezahlt!

Psychiater

Ein Psychiater ist ein Arzt, also ein Mediziner, z.B. Neurologe, der zusätzlich psychologisch wissenschaftlich ausgebildet ist. Psychiater arbeiten medizinisch fundiert, haben meist eine Kassenzulassung und fokussieren auf neurologische und/oder klinische Diagnosen.

Gut zu wissen: Im Unterschied zu Psychologen ist die "Denkweise" bei Psychiatern eher symptomorientiert, daher neigen diese häufiger eher zur pharmakologischen Medikation, während Psychologen ursachenorientiert arbeiten. Es ist ja (leider) halt schneller eine Symptomveränderung bemerkbar, wenn man eine Pille einwirft. Bequemer ist es für alle Beteiligten auch!

Es ist allerdings längst Stand der Wissenschaft, dass Psychotherapie signifikant gleichgute oder bessere Langzeitergebnisse bringt, als Medikamente, bei denen die Symptome sofort wieder da sind, wenn man diese absetzt.

Scheinbarer Nachteil: Psychotherapie dauert länger. Sie ist letztendlich aber für die Krankenkassen billiger! Leider wirkt aber der Druck durch die Pharmaindustrie und daher werden - auch wegen des Therapeutenmangels - zu viele psychologisch gut therapierbare Störungen (z.B. ADHS, gerade bei Kindern, aber auch leichte Depressionen z.B. bei Burn Out usw.) viel zu schnell medikamentiert mit nicht selten schlimmen Nebenwirkungen und Langzeitfolgen bei Patienten.

Das erscheint den Beteiligten als die Bequemste und scheinbar am Schnellsten "wirksame" Therapie, ist aber sehr häufig eine durch Bequemlichkeitsdenken hervorgerufene suboptimale Vorgehensweise. Ein "zappeliges Kind" wird leider schneller durch Ritalin "handhabbar", als durch (zugegeben unendliche) Geduld, enorme Zuwendung und vernünftige (aber anstrengende!) Kanalisierung der ganz normalen kindlichen Energie .

 

Wer darf sich "Psychologe" nennen (und wer nicht!) hier kann man es nachlesen

 

Prüfen Sie die tatsächliche fachliche Kompetenz eines Beraters und ob diese/r für Sie die richtige und passende Beratungsleistung anbietet!

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