Wer macht was?

Diplom-Psychologe Hans-J.Steiner Mediator (univ)

EHEKRISE- PAARTHERAPIE - EHEBERATUNG

Paarberatung Ehetherapie Paarcoaching Paartraining Ehecoaching

MEDIATION
Konfliktmoderation Wirtschaftsmediation & Familiencoaching STRESS

BURNOUT ODER LIFESTYLE ÄNDERN?
Sind Sie 45+ ? Zeit für Ihre Quality Life Balance

Sie suchen qualifizierten Rat und Unterstützung bei akut schwierigen Themen Ihres Lebens?

Tausende von "Beraterinnen und Beratern" stehen dafür bereit - aber wer ist eigentlich dafür wie ausgebildet?

Und wer hat wohl welche Qualifikation und Kompetenz?

Außenstehenden sind die Unterschiede meist nicht bekannt! 


Auf dieser Seite finden Sie als Einführungsinformation die am Häufigsten in der Beratungsszene agierenden Berufsgruppen

Sie kennen schon die Unterscheidungen?
Dann klicken Sie bitte gleich oben im Menü auf Ihr gewünschtes Thema! 


BERUFSBEZEICHUNGEN IN DER PSYCHOSOZIALEN BERATUNG

Der Fachverband der Psychologen (BDP) konstatierte in seinem Heft 1/2019:

"Psychologie ist populärer denn  je. Nicht nur die Rezeption psychologischer Erkenntnisse, sondern auch der Wunsch, mit Psychologie Einnahmen zu erzielen. Jedoch sind nicht alle, die psychologisch arbeiten, dafür angemessen qualifiziert, und nicht alles, was Laien mit Psychologie assoziieren, ist wissenschaftlich haltbar..."

Weiter führt der Vorstand aus, daß: "...das psychologische Berufsbild verwässert und die Qualität psychologischer Dienstleistungen durch Scharlatanerie bedroht wird." 


DER BERATER-DSCHUNGEL


Was macht den Unterschied aus und welche Beratung ist für Sie auch sinnvoll?

PSYCHOLOGISCHE*R BERATER*IN, PAARCOACH, PAARTHERAPEUT*IN, SYSTEMISCHE*R BERATER*IN

sind keine geschützte Berufsbezeichnung.

Jede/r darf sich Psychologischer oder Systemischer Berater, Paartherapeut, oder sonstwie fantasievoll bezeichnen,  egal, ob überhaupt oder welche Ausbildung und Qualifikation vorliegt.

Dadurch erwecken Quereinsteiger ohne vertiefte Ausbildung mit einer "Berufsangabe", den (irreführenden) Eindruck einer besonderen fachlichen Ausbildung!   Man kann aber ein mehrere Jahre dauerndes, intensives Studium nicht mit ein paar Abendkursen abdecken.

Wenn es so einfach wäre, könnte man sich ja das Psychologie-Studium gleich sparen!

Gesundheitsschädlich physisch wie psychisch ist es, wenn dazu auch noch esoterischer Humbug und Schamanismus-Firlefanz als "heilsam" teuer verkauft werden!
Gefährlich wird das wenn zweifelhafte "Heilmethoden" oder weltanschauliche Inhalte verbreitet werden, von relativ "harmlosen" (spinnerten) Gurus bis hin zu gefährlichen Methoden oder Sekten.

HEILPRAKTIKER*IN FÜR PSYCHOTHERAPIE

Um Heilpraktiker zu werden, braucht man keine (keine!) Voraussetzungen!  

"Kleiner" Heilpraktiker (für Psychotherapie, wortwörtlich heisst es: Heilpraktiker/in,  eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie)  kann aber jeder auch autodidakt oder nach ein paar Abendkursen und einer "Prüfung" beim Gesundheitsamt werden. Es ist keine besondere Qualifikation, nichtmal Abitur, vorausgesetzt! Schon ein Hauptschulabschluss genügt. 

Nicht wenige Heilpraktiker*innen bezeichnen sich dann als "Therapeut*innen" (verboten)  und bieten "Therapie"  (erlaubt.) Dies spielt grenzwertig mit den Begriffen Therapie/Therapeut*in.

Einige betiteln sich sogar vorsätzlich mit ausdrücklich unzulässigen Berufsbezeichnungen (Psychotherapeut, siehe weiter unten). 
Außenstehenden sind solche Feinheiten nicht unterscheidbar.

Betont wird auch gerne, man sei "amtlich zugelassen"

Diese "amtliche Zulassung" ist lediglich eine nicht weiter überprüfte Erlaubnis zur Ausübung der Heilpraktiker*innentätigkeit weil die simple Prüfung bestanden wurde.

Wer einen Führerschein hat, "darf" auch Auto fahren (ist dazu "amtlich zugelassen")  - aber kann der oder die das? Manche lernen es ihr Leben lang nicht...

Wenngleich es durchaus auch verantwortlich und im zugelassenen Rahmen, z.B. mit belegt wirksamen, naturheilkundlichen Behandlungsmethoden arbeitende gute und hilfreich wirkende Heilpraktiker/innen gibt, ist die Diskussion darum, diesen "Berufsstand" zu verbieten, oder die  Qualifikationsnachweispflichten erheblich zu erhöhen,  sicherlich begründet, insbesondere im Bereich der "Kleinen HP für Psychotherapie"!

Ich persönlich halte es für grob fahrlässig, auf so niedrigem Niveau ausgebildete Möchtegern-Psycholog/innen auf womöglich psychisch Schwerkranke loszulassen!
Und diese Gefahr besteht, weil die Praxen kassenfinanzierter Therapeuten völlig überlaufen sind, und Selbstzahler dann meistens nach dem "Preis" auswählen - das ist hochriskant!
Aber auch "normale" psychosoziale Therapeuten-  oder Beratungstätigkeit sollte sich nicht in Händen minder Qualifizierter befinden!

Gut zu wissen: Diplom-Psychologen sind aufgrund ihrer umfassenden Kenntnisse  automatisch Heilpraktiker für Psychotherapie.

MEDIATOR*IN

Mediation ist eine Kommunikations- und Verhandlungsmethode bzw. -technik, mit denen man in Konfliktsituationen streitschlichtend eigene Lösungen erarbeitet.

Mediator*innen haben üblicherweise eine mehrmonatige Ausbildung absolviert , die gem. Mediationsgesetz bestimmte Anforderungen erfüllen muss.(mindestens 120 bzw. 200 Stunden Ausbildung).
Mediation ist aber (noch) keine formelle Berufsbezeichnung und also nicht als Berufsbezeichnung geschützt. Auch hier darf sich jede*r so nennen. Durch eine Zusatzangabe in Klammern /z.B. Mediator (univ)  oder Mediator (BDWM)  o.ä. wird angezeigt, ob und welche Ausbildung ein*e Mediator*in hat.

Oft wird angenommen,  eine Mediation sei "billiger, als ein Rechtsanwalt".
Eine Mediation ist jedoch inhaltlich und vom Ziel her weit umfassender, als rechtsanwaltliche Beratung, und keine billige Alternative zu einer rechtsanwaltlichen Beratung, sondern meist eine (kostensparende) Vorbereitung oder Ergänzung zu unabdinglicher Rechtsberatung, z.B. bei Scheidungsfragen. Dazu gibt es hier eine eigene Seite, siehe Menü. 
Die Mediation führt meistens schneller zu gemeinsamen Ergebnissen statt zu eskalieren und ist nachhaltiger und somit auch langfristig gesehen kostengünstiger, als eine mit 2 oder mehr sich bekriegenden Anwälten  durchgefochtene gerichtliche Auseinandersetzung, die sich jahrelang hinziehen kann!
Bei gleichem Stundenhonorar ist Mediation i.d.R. kostengünstiger, da weniger Zeit (und Nerven) beansprucht wird!  Daher lohnt eine Mediation sich immer.


COACH

Zum Coaching fühlen sich Viele berufen, aber nur Wenige sind auserwählt!
Auch der Begriff "Coach" ist nicht geschützt. Coaching auch vor dem Hintergrund der bisherigen beruflichen und persönlichen Erfahrung zu sehen und zu bewerten. Die vielerlei Beratungsoptionen haben jeweils einen inhaltlichen Schwerpunkt, und man muss sich ansehen, welche berufliche Fachkenntnis und natürlich auch Lebenserfahrung ein Coach mitbringt, und was auf die persönliche Situation am Ehesten geeignet erscheint.  


SOZIALPÄDAGOG*IN

Eine Insiderin dieses Berufsstandes mit jahrelanger Erfahrung beschreibt dies so:(gekürzt, sinngemäß zitiert)

Sozialpädagogik ist ein Mischstudium mit Einblicken in verschiedene Professionen wie Pädagogik und Psychologie.
Leider meinen die meisten Absolventen anschließend, sie seien jetzt mit einem Reinstudium der Psychologie gleich gestellt. 

Ist das Ganze dann noch gepaart mit behördlichen Macht-Strukturen, die nach Schema F arbeite, ist das Dilemma ist perfekt.  Dadurch wird (häufig) ein theoretisch geformtes, unrealistisches Idealbild eines Menschen bzw. Elternteils erstellt. [...] Sozialpädagog*innen*en werden geschult, mit Theorien umzugehen und glauben dann, de facto mit Menschen umgehen zu können. (Zitat Ende)

Sehr häufig ist - gerade bei (kostenlosen) öffentlichen und kirchlichen Beratungsstellen - eine nicht neutrale, sondern sogar "feministische" Anti-Männerhaltung festzustellen, was zur Befriedung familiärer Krisen und von Paarkonflikten eher nicht positiv und konstruktiv beiträgt, sondern oft noch die ohnehin extrem gespannten Situationen verhärtet und auch unnötig eskaliert! 


DIPLOM-PSYCHOLOG*IN/PSYCHOLOG*IN MSC/MASTER

Der Diplom-Psychologe bzw. die Diplom-Psychologin (oder Msc) hat ein mindestens 8-10-semestriges akademisches Universitätsstudium mit diverser Praktika und damit ein fundiertes Grundwissen über psychologische Wirkmechanismen. Als Diplom-Psychologe ist man automatisch auch als Heilpraktiker für Psychotherapie zugelassen.
Aber auch hier ist es wichtig zu wissen, ob der/die Psycholog*in "das wahre Leben" schon einmal kennengelernt hat, oder ob nur theoretisches Fachbuchwissen und persönliche Meinungen vorliegen.

Es kommt zudem auf das Fachgebiet der ausgeübten Therapierichtung  an.   

Ein Psychoanalytiker und Tiefenpsychologe wird eher in der Vergangenheit und in psychischen Dysfunktionalitäten nach Ursachen graben. Dabei wird viel "interpretiert" und das macht es schnell beliebig. Vielfach werden daher beide Themenbereiche heute in der Wissenschaft mangels empirischer Verifizierbarkeit und wegen der beliebigen Interpretationsmöglichkeiten nicht mehr ernst genommen und auch als "Glaskugellesen" bezeichnet.   

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

KVT, die kognitive Verhaltenstherapie ist die weltweit am Besten empirisch als wirksam belegte psychologische Therapieform. 

Verhaltenstherapie bzw. Verhaltenstraining bietet aufgrund klarer Zielsetzungen auch konkrete Ergebniserlebnisse und objektiv feststellbare Fortschritte!

Mit verhaltenstherapeutischen Methoden kann man nicht nur akute Probleme lösen, sondern auch perspektivisch sein Leben neu gestalten lernen.  KVT ist also Hilfe zur Selbsthilfe, reduziert das Auftreten auslösender Verhaltensweisen bereits vor einer unaufhaltbaren Eigendynamisierung (z.B. Streitspirale) und bietet die Chance, auch später erneut auftretenden Problemen gezielt selbst zu begegnen und eigene Entwicklungen zu erkennen und zu gestalten!

Statt also in Abhängigkeit von einer "Dauerberatung" zu kommen, können Sie gezielt und sehr schnell lernen, Krisenentwicklungen schon im Entstehen zu erkennen, und ebenfalls, was Sie (beide) daran ändern können, um erneute Krisenexplosionen  zu vermeiden!


PSYCHOLOGISCHE*R PSYCHOTHERAPEUT*IN

Um Psychologische*r Psychotherapeut*in  werden zu können, was Voraussetzung zur Kassenzulassung  ist, muss man nach dem Grundstudium zum Diplom-Psychologen ZUSÄTZLICH  eine mindestens 3-jährige klinische Zusatzausbildung, vergleichbar der eines Facharztes, machen. Zum psychologischen Grundwissen kommen also Vertiefungen und medizinische Kenntnisse hinzu.

Psychologische Psychotherapeut*innen sind i.d.R. kassenzugelassen und dadurch besteht extrem hohe Nachfrage nach klinisch arbeitenden Therapeuten  (weil es dann eben die Krankenkasse zahlt). Daher gibt es dort sehr lange Wartezeiten bzw. auch lange Pausen zwischen den Sitzungen. 


PSYCHIATER

Ein Psychiater ist ein Arzt, also ein Mediziner, z.B. Neurologe, der zusätzlich  psychologisch wissenschaftlich ausgebildet ist. Psychiater arbeiten medizinisch, haben meist eine Kassenzulassung und fokussieren  auf neurologische und/oder klinische Diagnosen.

Im Unterschied zu Psychologen ist die "Denkweise" bei Psychiatern eher symptomorientiert. Daher neigen/tendieren diese eher zur pharmakologischen Medikation, während Psychologen ursachenorientiert arbeiten. Es ist ja (leider) halt schneller eine Symptomveränderung bemerkbar, wenn man eine Pille einwirft. Bequemer ist es für alle Beteiligten auch! 

Es ist allerdings längst Stand der Wissenschaft, dass Psychotherapie  gleichgute oder bessere Langzeitergebnisse bringt, als Medikamente, bei denen die Symptome sofort wieder da sind, wenn man diese absetzt. 

Scheinbarer Nachteil: Psychotherapie dauert länger.
Sie ist letztendlich aber für die Krankenkassen billiger!
Leider wirkt aber der Druck  durch die Pharmaindustrie und   daher werden - auch wegen des Therapeutenmangels - zu viele psychologisch gut therapierbare Störungen (z.B.  leichte Depressionen z.B. bei Burn Out, "ADHS" usw.) viel zu schnell medikamentiert mit nicht selten schlimmen Nebenwirkungen und Langzeitfolgen bei Patienten.   

Das erscheint  den Beteiligten als die bequemste und scheinbar am schnellsten "wirksame" Therapie, ist aber sehr häufig eine durch Bequemlichkeitsdenken hervorgerufene suboptimale Vorgehensweise. Ein "zappeliges Kind" wird leider schneller durch Ritalin "handhabbar", als durch (zugegeben unendliche) Geduld, enorme Zuwendung und vernünftige (aber anstrengende!)  Kanalisierung der ganz normalen kindlichen Energie. Und eine Verstimmung, oft als Depression überinterpretiert, wird durch eine Pille schnell und "einfach" weggezappt.

Lesen Sie dazu dieses sehr interessante Interview mit dem bekannten Psychiater Dr.Dogs in der FAZ: 

Rennt nicht gleich zum Therapeuten


Wer darf sich "Psychologe" nennen (und wer nicht!)  hier kann man es nachlesen


Prüfen Sie die tatsächliche  fachliche Kompetenz und persönliche Disposition eines  Beraters bzw. der Beraterin und ob diese/r für Sie die richtige und passende Beratungsleistung anbietet!

Denn das teuerste Honorar ist das Vergebliche...  


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